Intervallfasten – (Intermittent Fasting) Teil 1

Intervallfasten? Was soll das jetzt wieder sein?

Beim Intervallfasten oder auch Intermittierendem Fasten (intermittent fasting) handelt es sich eigentlich nicht um eine kurzfristige Diätform um schnell mal ein paar Pfunde auf der Waage zu verlieren obwohl dies durchaus möglich ist. Es handelt sich vielmehr um eine Ernährungsform an die wir eigentlich angepasst sind und welche unseren Hormonhaushaushalt, unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden positiv beeinflusst.

Frühstück ist –NICHT – die wichtigste Mahlzeit am Tag!!

Intervallfasten„Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie König und Abendessen wie ein Bettler“ . Wer kennt sie nicht. Die Weisheit, die uns alle zu einem schlanken und fitten Körper bringen sollte. Der Grundgedanke dieses Sprichwortes ist, dass man die Kohlenhydrate und Kalorien die man morgens aufnimmt benötigt um über Fit zu sein und den ganzen Tag über verbraucht. Die Mahlzeit am Abend jedoch sollte kleiner also niedriger an Kalorien und im Idealfall kohlenhydratarm ausfallen, da man nachts nicht mehr so viel  Energie benötigt und alles was nicht verbraucht wird als Körperfett einlagert.

Für den einen oder anderen mag diese Form der Ernährung durchaus praktikabel sein und funktionieren. Aber tatsächlich sind wir genetisch noch an unsere Vorfahren aus der Steinzeit angepasst und da konnte man auch nicht aufstehen an den Schrank gehen und sich eine Schüssel mit Haferflocken oder ein Brötchen nehmen. Man musste erst aktiv werden. Tiere jagen und Obst bzw. Gemüse sammeln. Gegessen wurde dann nachmittags/abends wenn was da war – oder eben auch erst am nächsten Tag.

Vorteile durch Intervallfasten / Intermittierendem Fasten

Die Vorteile von Intervallfasten sind – für mich – ganz klar. Man hat eine verbesserte Konzentration und weniger Müdigkeit. Wie oben beschrieben befinden wir uns ja auf der Jagd oder Flucht vor wilden Tieren und mustten alle Sinne beisammen haben. Müdigkeit und Unkonzentriertheit sind da nicht ideal. Außerdem ist nach dem Schlafen der Glucoseanteil im Blut sehr niedrig was die Abwesenheit von Insulin bedeutet und wir somit im Fettverbrennungsmodus sind wenn wir aufstehen. Weiterhin ist nachts die Wachstumshormonproduktion am höchsten. Wachstumshormone fördern den Muskelaufbau (wenn wir entsprechend trainieren) und unterstützen den Fettabbau. In diesem Zustand befinden wir uns jeden Morgen und durch Intervallfasten (Intermittierendes Fasten) können wir diesen Zustand ein paar weitere Stunden beibehalten.

Frühstück stoppt die Fettverbrennung!

Nehmen wir aber wie gewohnt ein klassisches Frühstück mit vielen Kohlenhydraten zu uns, da wir ja schließlich Energie für den Tag brauchen, kurbeln wir die Insulinproduktion an, da unser Blutzuckerspiegel steigt. Insulin hemmt die Fettverbrennung und begünstigt die Fetteinlagerung. Außerdem wird die Produktion der Wachstumshormone gestoppt. Wenn Du jetzt auch noch zu den Menschen gehörst, die sich nach einem guten Frühstück erst einmal hinsetzen und verdauen müssen (wie die meisten) ist das Thema mit der verbesserten Konzentration und fehlenden Müdigkeit auch Geschichte. Aktuell sehe ich für mich keinen Grund ein klassisches Frühstück dem Intervall Fasten vorzuziehen.

Wie genau funktioniert Intervallfasten / Intermittierendes Fasten?

Beim Intervallfasten gibt es 2 Phasen. Eine Fastenphase welche ca. 16, 20  oder auch mal 24 Stunden dauert und eine Essensphase welche im Umkehrschluss ca. 8 oder 4 Stunden dauert. Aber keine Panik, das hört sich jetzt schlimmer an als es ist. In die Fastenphase fällt im Regelfall ja auch die Nacht, so dass man schon einmal 6-10 Stunden gefastet hat. (je nachdem wie lange man schläft, wann man zur Arbeit muss oder ob man kleine Kinder hat 😉 ) Im Regelfall wird also das Frühstück ausgelassen und abhängig davon wann man abends das letzte gegessen hat, wird gegen 12 oder 13 Uhr wieder gegessen. Ich versuche abends zwischen 20 und 21 Uhr das letzte zu essen damit ich am nächsten Tag um 13 Uhr das erste dann zu mir nehmen kann.

Im Rahmen des Intervallfasten gibt es verschiedene Spezialformen wie die Renegade Diät welche ich im Teil 2 näher erläutern werde.

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